Wildbienen & Hornissen

Wildbienen

Mit über 600 Arten in der Schweiz weisen Wildbienen eine grosse Formen- und Artenvielfalt auf und sind äusserst wichtige Bestäuber. Sie haben sehr unterschiedliche und faszinierende Lebensweisen.

Wildbienen sind auf vielfältige und gut besonnte Kleinstrukturen wie offene Bodenstellen oder Totholz als Nistplätze angewiesen. In kurzen Distanzen zu ihren Nestern benötigen sie für die Fortpflanzung zudem ein reiches Angebot an Pollen und Nektar.

Eine grosse Strukturvielfalt an sonnigen Standorten, gepaart mit einem vielfältigen Blütenangebot vom Frühling bis in den Herbst fördert eine artenreiche Wildbienenfauna.


Quelle und Link: www.biodivers.ch unter Wildbienen.

Gehörnte Mauerbiene
Scherenbiene auf Hahnenfuss
Mauerbiene auf Natterkopf
Brutzellen in Brombeerzweig

Bildnachweis: Entomologie/Botanik, ETH Zürich / Fotograf: Albert Krebs

Hornissen

Keine Angst vor Hornissen

Sind Hornissen aggressiv?

Hornissen sind friedliche Tiere. Ausserhalb ihres Nestbereiches fliehen sie bei Bedrohung. Wenn sie nicht aus Versehen eingeklemmt werden, ist kaum ein Stich zu befürchten.

Ausserdem interessieren sich Hornissen nicht für Kuchen oder süsse Getränke.

Innerhalb des Nestbereiches (3-4 Meter) sollte man Verhaltensregeln beachten, damit keine Verteidigungsreaktion der Hornissen ausgelöst wird:

  • Keine grösseren Erschütterungen
  • Kein längeres Verstellen der direkten Flugbahn
  • Keine Manipulationen am Flugloch oder am Nest überhaupt
  • Kein Anatmen der Tiere
  • Hektische Bewegungen vermeiden

Ist ein Hornissenstich gefährlich?

Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als der Stich einer Biene, Wespe oder Hummel.

Selbst Mäuse überleben 6 Stiche. Normal empfindliche Menschen können einige hundert Stiche überleben.

Wie lange existiert ein Hornissenvolk?

Es existiert ungefähr 6 Monate von Mai bis Anfang November. Spätestens Anfang November ist das gesamte Volk abgestorben, oftmals schon deutlich früher.

Wird ein Nest im nächsten Jahr wieder bezogen?

Nein. Ein verlassenes Nest wird von anderen Insekten (zum Beispiel den nützlichen Florfliegen – Blattlausvernichter) zum Überwintern genutzt. Daher sollte es erst im nächsten Frühjahr entfernt werden.

Warum verfliegen sich Hornissen bei Dunkelheit manchmal in ein geöffnetes Fenster?

Da Hornissen auch nachtaktiv sind, kann es vorkommen, dass sie sich in der Dunkelheit bei eingeschalteter Beleuchtung in ein geöffnetes Fenster verfliegen. In diesem Fall einfach das Fenster weit öffnen und das Licht löschen, dann finden die Tiere in der Regel allein hinaus.

Was tun bei einem Hornissennest im Garten (am Haus)?

In 80% der Fälle muss man gar nichts tun.

Falls das Nest an einer sehr ungünstigen Stelle sitzt, sollte jedoch ein Experte zu Rate gezogen werden.

Wie finde ich einen Fachmann? Wer hilft mir weiter?

www.hornissenschutz.ch

Warum stehen Hornissen in der Schweiz nicht unter Naturschutz?

Das ist eine Frage an die Bundesbehörden und die Organisationen im Bereich des Tierschutzes. Tatsache ist: Hornissen sind in einigen Regionen Mitteleuropas vom Aussterben bedroht.

Wovon ernähren sich Hornissen?

Hornissen ernähren ihre Brut von fast allen überwindbaren Insekten. Dabei kann ein gut entwickeltes Hornissenvolk pro Tag bis zu ein Pfund Insekten erbeuten: Fliegen, Wespen, Bienen, Heuschrecken, Käfer, Raupen, Spinnen, Libellen, Mücken und weitere.

Wo kann ich mich weiter über Hornissen informieren?

Was kann ich für den Hornissenschutz tun?

www.hornissenschutz.ch
www.hornissenschutz-bs.de
www.hymenoptera.de

Informieren Sie sich ausgiebig über Hornissen und helfen Sie mit, in Ihrem Bekanntenkreis Vorurteile über die vermeintliche Gefährlichkeit der Hornissen abzubauen.

Quellen:
Texte von hornissenschutz-bs.de
Fotos von hornissenschutz-bs.de